Bye Bye Weisheitszähne

weisheitszähne

Endlich ist es geschafft, ich habe meine Weisheitszahn-OP hinter mir. Ja ich weiß, es ist ein „Routineeingriff“ aber ich war doch ziemlich nervös davor, vor allem weil ich mich nicht von ihnen trennen wollte. Die 8er, wie sie vor allem auch unter Zahnärzten genannt werden, sind diejenigen Zähne, die meist im Jugendalter, aber auch manchmal erst Mitte Dreißig zum Vorschein kommen.

Auch meine Weisheitszähne haben sich Zeit gelassen und kamen erst mit meinem 27. Lebensjahr. Leider musste ich sie entfernen lassen, weil sie schief gegen die anderen Zähne gewachsen wären und auch nicht richtig Platz hatten heraus zu kommen.

Meine Weisheitszahn OP

Ich wollte mich wie gesagt nicht von ihnen trennen, weil ich denke jedes Organ hat seine Daseinsberechtigung. Vor allem haben Zähne offenbar eine direkte Verbindung zu einzelnen Organen. Irgendwann erfuhr ich auch mal etwas über den Bezug der Weisheitszähne zum Immunsystem und der Nebennierenrinde. Hier kommt es scheinbar erst mal zu einem „Downgrade“ der Organe. Inwieweit das so ist, kann ich euch aber nicht sicher bestätigen.

Jedenfalls habe ich die OP gut überstanden und mir alle vier Weisheitszähne auf einmal entfernen lassen. Linksseitig waren sie bereits so gut wie ausgewachsen. Rechtsseitig mussten sie raus operiert werden. Ich habe mir eine Analogsedierung (Dämmerschlaf) verabreichen lassen, weil ich bei so etwas ganz und gar nicht entspannt bleiben kann. Die OP verlief ohne jegliche Komplikationen und ich durfte 1 ½ Stunden, nachdem ich wieder fit war, auch schon nach Hause gehen. Direkt nach der OP habe ich ein Schmerzmittel bekommen, so wie auch ein Rezept dazu. Ich sollte eigentlich möglichst alle paar Stunden Schmerzmittel nehmen, um nicht höllische Schmerzen zu bekommen, habe jedoch überhaupt keine Schmerzen gehabt. Wirklich Null Komma null. Jetzt sind es zwar erst 24 Stunden nach der OP, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass es jetzt noch wirklich schlimm werden kann.

Wie geht es zu Hause weiter?

Was ich wirklich permanent mache ist kühlen. Ich habe ständig zwei Coolpacks um den Kopf gebunden, damit der Schmerz und die Schwellung auch möglichst zurückgehalten werden. Und was soll ich sagen? Ich sehe nicht annähernd so schlimm aus wie befürchtet. Meine eine Backe ist etwas geschwollen, weil hier auch die Zähne aus dem Zahnfleisch rausoperiert werden mussten. Sonst sieht man wirklich nicht viel.

Hier gebe ich dir einfach mal weiter, was ich gemacht habe. Dies sind keine therapeutischen Anweisungen und dienen auch nicht zur Selbstbehandlung. Frage also bitte deinen Therapeuten, wenn es um die Behandlung deiner Schmerzzustände geht. Wenn du Schmerzen hast und der Zahnarzt hat dir Schmerzmittel verschrieben, solltest du diese auch möglichst einnehmen. Ich würde das auch so machen, wenn ich Schmerzen hätte.

Wie ich oben schon beschrieben habe, gab es bei mir keine Schmerzmittel, weil ich bisher auch keine Schmerzen hatte. Was hat mir hier gut geholfen?

  • Wirklich permanentes Kühlen ohne Pause. Auch in der Nacht habe ich mir nochmal zwei Kühlpacks aufgelegt.
  • Ausruhen, viel liegen, nichts Schweres heben und auch nicht bücken
  • Homöopathische Unterstützung durch Arnica, Calendula und Traumeel
  • Vorsichtig Gurgeln: Wasser verdünnt mit ätherischen Ölen (bei mir: Teebaum, Nelken, Pfefferminz). Dazu habe ich auf 150 ml 3 Tropfen Nelke, 2 Tropfen Teebaum und 2 Tropfen Pfefferminz gegeben. Marken, die ich hier empfehlen kann sind Primavera, doTerra und Farfalla.
  • Cistus-Tee und Grüntee als Mischung wegen der darin enthaltenen Gerbstoffe
  • Immortelle-Hydrolate für äußerlich auf die Backen – mit einem Wattepad mehrmals täglich auftragen gegen die Schwellung
  • Essen: Am besten erst einige Stunden nach der OP und eventuell mit Gemüsebrühe beginnen. Ich habe vor allem weich gekochten Reis, Kartoffel- oder Karottenbrei, Rührei und Apfelmus gegessen. Auch eine kalte Mandelmilch tat mir zwischendrin ganz gut. Von Milchprodukten, Nüssen, Samen & Co. sollte man möglichst die Finger lassen.
  • Einen lieben Menschen in der Nähe zu haben, der einen rundum versorgt 🙂

Die Schmerzmittel liegen jedoch nach wie vor in der Nähe, so dass ich sie gegebenenfalls einnehmen kann. Davor werde ich auch nicht zurückschrecken, denn Zahnschmerzen können wirklich absolut schrecklich sein.

Prävention und Beruhigung

Ich war sehr aufgeregt vor der OP und wollte möglichst die Wundheilung schon im Voraus unterstützen. Dazu habe ich meine Schleimhäute durch Milchsäurebakterien und Zink gestärkt. Ich mache ja so oder so immer wieder einen Darmaufbau und so denke ich, hat auch dies meine Schleimhäute stark unterstützt. Für meinen Darm nutze ich immer das Darmflora Plus Select von Dr. Wolz. Mit Zink habe ich 3 Wochen im Voraus begonnen. Die Nachblutung nach der OP hat noch ca. 5-6 Stunden gedauert.

Weil ich dann doch so 2-3 Stunden vor der OP sehr angespannt war, habe ich mir nochmal einen großen Spaziergang mit meiner Hündin Cara gegönnt und mir kurz vor dem Zahnarzttermin mit ätherischen Ölen weitergeholfen. Dazu habe ich mir einfach mein Lavendelöl mitgenommen, von dem ich einen Tropfen auf meinen Fingerspitzen verrieben und dieses quasi inhaliert habe. Das entspannt mich einfach total. Ich nutze auch immer wieder mein Lavendelhydrolat und sprühe es mir gerne morgens aufs Gesicht, um einfach entspannt in den Tag zu starten.

Ich werde dir in einer Woche nochmal berichten, wie es mir mit den Weisheitszahn-OP ergangen ist.

Wie hast du deine Weisheitszahn-OP erlebt? Was hat dir geholfen und wie bist du mit den Schmerzen umgegangen? Ich freue mich sehr über deine Erfahrungen dazu in den Kommentaren!

Bis bald,

Eure Ailyn

Der Darm als „Superorgan“ – Interview mit Prof. Dr. med. Michaela Axt-Gadermann


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