Antibabypille – Wirkung, Vor- und Nachteile & FAQ

Antibabypille absetzen

Wie stehst du zur Antibabypille? Das Thema wird ja schon seit vielen Jahren kritisch diskutiert und doch habe ich das Gefühl, dass es jetzt gerade noch mehr thematisiert wird. Heute möchte ich gerne über die Antibabypille, mit ihrer Wirkung und ihren Vor- und Nachteilen sprechen.

Auch ich habe die Antibabypille vor mehr als 9 Jahren abgesetzt. Mein komplettes ICH hat sich dadurch verändert. Ich glaube viele Frauen, die die Pille bereits seit ihrer Pubertät nehmen, haben sich nie wirklich kennengelernt. Oder nur eine Seite davon. Werden wir von synthetischem Hormon gesteuert und unser gesamter weiblicher Rhythmus manipuliert, kann sich ALLES verändern. Nicht nur dein Körper, sondern auch dein Befinden. Dein Charakter, dein Bewusstsein, die Art wie du Fühlst, Schmeckst und Riechst. Hormone steuern so viel.

Antibabypille Wirkung

Nach wie vor ist die Antibabypille das beliebteste Verhütungsmittel in den modernen Industrienationen. Mit einem Pearl Index von 0,1-0,9 ist sie relativ sicher und bleibt deshalb für viele Frauen über lange Zeit ein treuer Begleiter im Alltag.

Die Mehrzahl der Antibabypillen enthalten eine Kombination aus den beiden Hormonen Östrogen und Gestagen. Es handelt sich bei diesen Hormonen jedoch immer um synthetische Hormone, die also nicht identisch zu den körpereigenen Hormonen sind. Die Antibabypille unterdrückt die Ovulation und somit den Eisprung. Normalerweise ist die Zeit vor dem Eisprung besonders günstig, um schwanger zu werden. Durch die Zusammensetzung der jeweiligen synthetischen Hormone, findet der Eisprung nicht statt und es kann zu keiner Befruchtung kommen.

Zusätzlich verdicken die Inhaltsstoffe der Antibabypille den Zervixschleim am Gebärmutterhals. Dieser Mechanismus führt zu einer Art undurchlässigem Pfropf, den Spermien nicht mehr passieren können. Unter der Antibabypille bildet sich außerdem auch nur wenig Gebärmutterschleimhaut. Dadurch kommt es nicht mehr zur echten Menstruation, sondern lediglich zu einer Abbruchblutung bzw. Hormonentzugsblutung, sobald die Pille für sieben Tage pausiert wird. Diese ist meist schwächer und kürzer in deren Ausprägung.

Antibabypille Wirkung
Die Antibabypille soll eine Schwangerschaft verhindern

Vor- und Nachteile der Antibabypille

Die Antibabypille hat mit Sicherheit eine ganze Reihe von Vor- und Nachteilen. Diese sind abhängig von den eigenen Erfahrungen, wie auch den persönlichen Anforderungen an ein Verhütungsmittel. Nicht jede Frau muss während der Einnahme der Antibabypille unter den Nebenwirkungen leiden. Viele Frauen vertragen die Antibabypille sehr gut und haben auch nach dem Absetzen keine Probleme. Andere dagegen könnten jahrelang zufriedene Anwenderinnen gewesen sein und bekommen erst beim Absetzen die Nachwirkungen zu spüren.

Vorteile der Antibabypille

  • Die Antibabypille ist – unter Beachtung jeglicher Einnahmeempfehlungen – ein sehr sicheres Verhütungsmittel, das einen fast hundertprozentigen Schutz gewährleistet.
  • Die Pille ist einfach in der Handhabung – man muss nur daran denken, dass man sie täglich etwa zur gleichen Zeit einnimmt und rechtzeitig nach der Pillenpause wieder daran denkt.
  • Man erhält die Antibabypille schnell und leicht beim Frauenarzt und die Kosten werden sogar bis zu einem gewissen Alter von der Krankenkasse bezuschusst.
  • Frauen die unter dem Prämenstruellen Syndrom (PMS) leiden und z.B. starke Regelschmerzen oder Stimmungsschwankungen kurz vor der Regel bekommen, erfahren durch die Antibabypille oft eine Linderung.
  • Mädchen und Frauen, die unter Hautunreinheiten leiden, erfahren häufig eine Linderung während der Einnahme der Antibabypille.
  • Es besteht, unter der Einnahme der Antibabypille, eine absolute Zykluskontrolle. So weiß man als Frau ganz genau, wann die Monatsblutung einsetzt.

Nachteile der Antibabypille

  • Unter der Antibabypille wird der natürliche Zyklus der Frau komplett unterbunden, so dass Frau sich gar nicht richtig „spüren“ kann.
  • Die Antibabypille kann durch verschiedene Faktoren unwirksam sein, beispielsweise durch Magen-Darm-Infekte, die Einnahme von bestimmten Heilpflanzen, Antibiotika, Abführmitteln oder auch Alkohol. Der verhütende Effekt ist dann nicht mehr gegeben.
  • Die Einnahme der Pille sollte immer zur gleichen Tageszeit erfolgen.
  • Die Pille verursacht oftmals einen kompletten Libidoverlust, so dass Mädchen und Frauen viel weniger oder gar keine Lust auf Sex verspüren.
  • Durch die Antibabypille erhöht sich das Risiko an verschiedenen Erkrankungen zu erleiden, wie z.B. Thrombose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Verdauungsprobleme, Kopfschmerzen, Libidoverlust, Brustspannen, Stimmungsschwankungen oder Depressionen. Außerdem erhöht sie das Risiko an bestimmten Formen von Krebs zu erkranken oder einen Schlaganfall zu bekommen.
  • Nach dem Absetzen der Antibabypille kommt es nicht selten zu einer monatelangen hormonellen Schieflage, die teilweise bis zu Jahre andauern kann.
  • Die Pille verändert oftmals das gesamte Wesen der Frau. Immer wieder liest man davon, dass sich der Geruchssinn verändert, Frauen weinerlicher und eifersüchtiger werden oder ständig müde und nicht mehr leistungsfähig sind.
  • Die Antibabypille kann, auch wenn manche Quellen anderes behaupten, zu Fertilitätsstörungen und zur Unfruchtbarkeit führen.
  • Nur gesunde Frauen dürfen die Pille einnehmen, da diese viele Nebenwirkungen haben kann, wird z.B. von einer Einnahme bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen abgeraten.
  • Die Pille schützt nicht vor sexuell übertragbaren Erkrankungen, wie z.B. HIV oder Syphilis.
  • Frauen, die Rauchen, haben ein signifikant erhöhtes Risiko an Thrombose zu erkranken.
Antibabypille absetzen
Hormonfreie Verhütung liegt absolut im Trend

Antibabypille absetzen

Ja, die Antibabypille kann dazu führen, dass du nach Absetzen erst mal ein ziemlich chaotisches Hormonsystem hast. Die Antibabypille kann die körpereigene Hormonproduktion unterdrücken. Zudem trainiert die Pille den Körper auf Unfruchtbarkeit. Das hat ja auch seinen Sinn, denn die meisten Mädchen und Frauen nehmen die Pille zur Empfängnisverhütung. Beim Absetzen der Pille muss der Körper sich darauf einstellen, seine Hormone wieder selbst zu regulieren.

Ich erkläre es in der Praxis gerne so: Wir Frauen bekommen bei der Geburt ein Geschenk – unser „Zyklusprogramm“. Dieses Programm ist ganz natürlich – jede gesunde Frau (vor der Menopause) hat einen Zyklus und bekommt ihre Periode. Das Programm trainiert den Körper auf den Modus „Fruchtbarkeit“. Durch die Pille kommt es zu einem kompletten Systemwechsel.

Als Technikfreak vergleiche ich es immer mit Windows und iOS. Beide Systeme vertragen sich nicht miteinander und ein Wechsel macht meistens erst mal Probleme. Nimmst du die Pille oder setzt du diese ab, kommt es eben zu solch einem „Programmwechsel“. Dies kann unter anderem auch zur Folge haben, dass bei vielen Frauen über eine kurze oder auch sehr lange Zeit, keine Blutung mehr auftritt. Das erlebe ich sehr häufig in der Praxis nach langjähriger Pilleneinnahme oder auch bei anderen hormonellen Verhütungsmitteln.

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Antibabypille – über 50 Zuschauererfahrungen

Ist es nicht so schön, sich als Frau richtig spüren zu können? Zu wissen, was gerade zyklusmäßig abgeht. Und irgendwann zu wissen, ohne dass man auf sein Handy oder Zykluskalender schaut, wo man sich ungefähr im Zyklus befindet. Das kann man! Unser Körper zeigt sich so vielfältig im Laufe des Zyklus… selbstbewusst, mutig, lusterfüllt, traurig, wütend, erleichtert. All das nicht erleben zu können, käme heute nicht mehr für mich in Frage. Vor einigen Jahren habe ich auf Youtube dazu aufgerufen eure Erfahrungen mit der Antibabypille zu teilen. Ich hatte damals ein sehr langes Video gedreht, in dem ich all diese Erfahrungen vorlese. Positive, wie auch negative Erfahrungen.

Ich würde mich freuen, wenn ihr eure Gedanken dazu teilt! Habt ihr positive oder negative Erfahrungen mit der Antibabypille gesammelt? Folge mir gerne auf Instagram @heilpraktikerin_bodensee für weitere spannende Informationen rund um das Thema Ernährung und Gesundheit.

Bis bald,

Eure Ailyn

Tabuthema Periode – 20 Fragen an die Monatsblutung


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