Meine ersten Erfahrungen in der Stillzeit

Stillen
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Heute möchte ich euch gerne ein wenig mehr über die Zeit nach der Geburt meines Sohnes und vor allem unsere ersten Erfahrungen in der Stillzeit erzählen. Wie viele andere Frauen war auch ich bereits schon vor der Schwangerschaft ganz überzeugt davon, dass ich gerne stillen möchte. Tatsächlich sind wir mittlerweile (heute nach 8 Wochen) ein tolles und eingespieltes Team und das Stillen klappt nun wunderbar. Doch auch wir hatten gerade zu Beginn und auch zwischendurch einige Tage, in denen das Stillen leider nicht ganz so klappte, wie ich es mir vorgestellt habe. Dazu möchte ich euch gerne nun mehr berichten.

Zudem erfahrt ihr warum wir stillen, welche Vorteile es für die Mutter und das Baby bietet und auf was ich während dieser spannenden Lebensphase ganz besonders achte.

Stillzeit nach der Geburt

In den ersten wenigen Tagen nach der Geburt hatte ich das gleiche Problem wie etliche andere Frauen auf dieser Welt – ich produzierte zu wenig Muttermilch bzw. wurde mir im Krankenhaus gesagt, meine Milch würde nicht ausreichen, um mein Kind zu ernähren. Gerade in dieser ersten Phase muss sich die Muttermilchproduktion allerdings erst einmal einpendeln und es wird zunächst nur wenig Kolostrum (Vormilch) gebildet, die als wichtige “natürliche Impfung” für das Kind gilt. So verließ ich mich auf diesen gut gemeinten Rat und mein Sohn erhielt einige wenige Male Flaschennahrung. Obwohl ich eigentlich total dagegen war überwiegte das schlechte Gewissen dem Kleinen gegenüber, denn ich wollte mein Kind ja nicht “verhungern” lassen. Erst im Nachhinein erfuhr ich, dass in Krankenhäusern Flaschennahrung häufig viel zu schnell angeboten wird.

Schon vor der Schwangerschaft war für mich klar, dass ich keineswegs Säuglingsnahrung auf Tiermilch- oder Sojabasis verwenden möchte. Was blieben mir also noch für Optionen? Ich hatte mir wirklich große Vorwürfe gemacht.

Zu Hause angekommen konnten wir uns endlich viel Ruhe gönnen, verschiedene Stillpositionen ausprobieren und vor allem einander kennenlernen. Ungefähr am vierten Tag nach der Geburt ging es los und der Milcheinschuss folgte schneller als ich schauen konnte. Ich war so glücklich, denn unmittelbar vor diesem Ereignis war ich kurz vor dem Aufgeben.

Ich hatte mich einfach so sehr auf die Worte der Hebammen im Krankenhaus verlassen und glaubte nun, dass das Stillen bei uns eben nicht klappen wird. Bis heute funktioniert es jedoch wunderbar und es ist wirklich eine ganz wundervolle Sache. Man ist sich einander so nahe und der Moment steckt einfach voller Liebe. Und natürlich ist Muttermilch die beste Nahrung überhaupt für das Baby, aber dazu kommen wir gleich noch.

Stillen

Auf was ich in der Stillzeit achte

Neben einer bunten und ausgewogenen Ernährung, die möglichst alle Nährstoffe enthält, die mein Baby und ich benötigen, bleibe ich weiterhin aktiv im Alltag und gehe täglich an die frische Luft. Meist nehme ich dazu den Kleinen und unsere Hündin Cara mit.

Bei der Zubereitung meiner Mahlzeiten ist es mir wichtig, dass diese möglichst frisch und überwiegend vegan sind. Auch wenn ich es momentan nicht jeden Tag schaffe frisch zu kochen, versuche ich an solchen Tagen zumindest auf Tiefkühlgemüse auszuweichen. Dies kombiniere ich mit komplexen Kohlenhydraten und hochwertigen Fetten. Was ich euch aber auch weitergeben kann und uns immer wieder aufs Neue “rettet”, ist die wertvolle Unterstützung unserer Familie. Wir bekommen glücklicherweise immer mal wieder von unseren Mamas fertig gekochte Mahlzeiten.

Zudem achte ich darauf diejenigen Nährstoffe zu supplementieren, die mir für meine Stillzeit besonders wichtig sind. Das ist zum einen Vitamin B12, weil ich mich wie gesagt überwiegend vegan ernähre und im Herbst und Winter Vitamin D. Zusätzlich verwende ich für mein Porridge, Salate und verschiedene andere Gerichte Algenöl als hochwertige Omega-3-Fettsäurequelle. Dazu schreibe ich noch etwas im nächsten Absatz.

Auch wenn ich bereits im Wochenbett begonnen habe wenige Stunden pro Tag zu arbeiten, nehmen wir uns trotzdem immer wieder Zeit zum Kuscheln und Ausruhen, weil das für die Kennenlern- und eine gelungene Stillzeit besonders wichtig ist. Ich glaube stillen unter Stress führt häufig dazu, dass es zu verschiedenen Problemen, z.B. beim Anlegen, kommt. Zudem spürt das Kind, wenn die Eltern unausgeglichen und gestresst sind und wird das möglicherweise auch deutlich zeigen.

Omega-3-Fettsäuren in der Stillzeit

Nicht nur in der Schwangerschaft, sondern auch in der Stillzeit, ist es besonders wichtig auf eine ausreichende Versorgung der richtigen Fettsäuren zu achten. Dabei spielen vor allem die marinen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA eine wichtige Rolle. Der Körper kann Omega-3-Fettsäuren nicht selbst herstellen, weshalb sie auch als essentiell bezeichnet werden. Wir müssen diese also über unsere Ernährung zuführen.

Diese Fettsäuren besitzen verschiedene positive Effekte für den Menschen und sind deshalb auch für das heranwachsende Kind wichtig. Darunter fällt beispielsweise, dass

  • EPA & DHA zu einer normalen Herzfunktion beitragen
  • DHA zur Erhaltung der normalen Sehkraft beiträgt
  • DHA zur Erhaltung einer normalen Gehirnfunktion beiträgt

Ich greife bereits seit einigen Jahren auf Algenöl zurück und integriere dieses beispielsweise in mein Porridge, in Shakes oder Salate. Man kann es aber auch über diverse andere Gerichte geben. Wichtig ist es dieses nicht zu erhitzen.

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Vorteile beim Stillen

Auch wenn das Stillen zunächst von Mama und Kind “geübt” werden muss, bietet es ganz viele besondere Vorzüge für Mutter und Kind.

Hier also meine Top 5 Vorteile beim Stillen:

  • Das Stillen ist wohl einer der schönsten Möglichkeiten die Mutter-Kind-Bindung zu stärken.
  • Muttermilch ist die beste Nahrung für das Baby. Sie enthält alles was das Kleine benötigt, um zu wachsen und zu gedeihen.
  • Für die Mutter kann das Stillen beispielsweise dabei helfen die Rückbildung der Gebärmutter nach der Geburt zu unterstützen. Zudem soll Stillen eine Prävention vor gewissen Krebsarten bieten, wie z.B. Brust-, Gebärmutter- und Eierstockkrebs.
  • Auch für das Kind kann das Stillen beispielsweise dazu führen, dass seine Darmflora nachhaltig gefördert wird und es von einem stärkeren Immunsystem profitiert
  • Es ist super flexibel. Egal wo du bist, die “Milchbar” ist mit dabei und du kannst quasi überall stillen. Zudem ist es kostengünstig. Wenn du keine Stillutensilien benötigst, wie z.B. eine Milchpumpe oder Stilleinlagen, ist es eigentlich sogar kostenlos.

Hindernisse beim Stillen

Ja, auch bei uns verlief es dann schließlich trotz optimaler “Muttermilchproduktion” nicht ganz ohne Komplikationen, denn auch ich blieb nicht von wunden Brustwarzen verschont. Das machte mir richtig Angst, denn schon wieder kam der Gedanke auf, dass ich bald auf Flaschennahrung umsteigen muss.

Auch dazu werde ich bald einen Blogbeitrag erstellen, denn innerhalb von wenigen Tagen konnte ich das Problem zumindest so lösen, dass ich die Situation nun weitestgehend im Griff habe. Und auch wenn man vielleicht verzweifelt ist und denkt, dass diese Wunden niemals verheilen, kann ich nur sagen, dass ich über mehr als ein Jahrzehnt wunde Brustwarzen durch meine Neurodermitis hatte. Selbst meine noch immer stark geschwächte Haut an der Brust konnte wieder verheilen. Und es lohnt sich hartnäckig zu bleiben – Stillen ist wirklich so eine wunderbare Sache!

Ich hoffe du konntest von diesem Beitrag profitieren! Wenn du Fragen hast, kannst du mir sie sehr gerne in den Kommentaren stellen 🙂

Bis bald,

Eure Ailyn


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