Was hat die Leber mit deinem Hormonsystem zutun?

Leber Hormone

Heute freue ich mich, die liebe Diana Klein als Gastautorin zum Thema „die Leber & das Hormonsystem“ begrüßen zu dürfen. Diana Klein ist Heilpraktikerin und Yogalehrerin aus dem Ruhrgebiet. 

Deine Leber ist ein Allrounder! – Deine Leber ist mit 1,5 kg die größte Drüse deines Körpers. Sie ist ein absoluter Allrounder und hat zahlreiche Aufgaben in deinem Körper. Sie entgiftet, speichert, filtert, steuert zahlreiche Stoffwechselprozesse und produziert unermüdlich Hormone. Es ist nicht verwunderlich, dass ein gesunder Körper unbedingt eine gesunde, kräftige Leber benötigt. 

Was aber hat die Leber jetzt genau mit deinem Hormonsystem zutun?

Zahlreiche Stoffe, die du über deine Haut, Atmung und durch dein Essen aufnimmst, gehen zuerst zur Leber. Egal ob Nährstoffe, Medikamente, Alkohol, Pestizide oder andere Umweltschadstoffe. Deine Leberzellen entgiften diese Stoffe, versuchen sie unschädlich zu machen, um sie später über deinen Darm und deine Nieren ausscheiden zu können. Genau das Gleiche passiert mit unseren körpereigenen Stoffen, sprich deinen Hormonen. Auch sie werden nach vollbrachter Arbeit über die Leber wieder abgebaut. 

Die Entgiftung deiner körpereigenen Stoffe macht in der Regel keine Probleme. Heutzutage sind wir allerdings in unserem Alltag zahlreichen Schadstoffen und Umweltgiften ausgeliefert. Das bedeutet am Ende des Tages: deine Leber muss Überstunden leisten!

Ist die Leber folglich überlastet, kann sie sich nicht mehr ausreichend um den Abbau deiner verbrauchten Hormone kümmern und ist zeitgleich eingeschränkt neue Hormone zu bilden. Ein Teufelskreis entsteht!

Da die Leber so viele unterschiedliche Aufgaben in unserem Körper hat, macht eine Leberschwächung auch sehr unterschiedliche Symptome. Die Leber als Organ schmerzt allerdings nicht, weil sie keine Nervenfasern zur Schmerzempfindung besitzt. 

Leber Hormone
Die Leber beeinflusst das weibliche Hormonsystem

Zeichen für eine Leberschwächung können sein:

  • Müdigkeit – vielleicht kennst du den Spruch: „Der Schmerz der Leber ist die Müdigkeit.“
  • Heißhunger
  • Unverträglichkeit von Alkohol, Koffein oder fettigem Essen
  • Hautausschläge, Ekzeme und Akne
  • Mundgeruch oder eine belegte Zunge
  • nächtliches Erwachen 
  • aufbrausendes und ungeduldiges Verhalten
  • hoher Cholesterinspiegel
  • Blähungen und Verstopfungen
  • Gallenprobleme
  • eine diagnostizierte Fettleber
  • zahlreiche hormonelle Beschwerden, wie beispielsweise Zyklusbeschwerden, das Prämenstruelle Syndrom, Wechseljahrsbeschwerden, Gereiztheit, depressive Verstimmungen, Stimmungsschwankungen, Wassereinlagerungen, Brustspannen, Übergewicht, Zysten, Myome und vieles mehr…

Findest du dich hier irgendwo wieder? Wenn ja, dann mache dir unbedingt bewusst: 

Leberschutz funktioniert durch eine gesunde Lebensweise – es sind oft die kleinen Dinge!

Leber Hormone
Bitterstoffe können die Lebergesundheit unterstützen

10 Tipps für eine gesunde Leber:

  1. Der erste Tipp wird dich nicht überraschen. Verzichte möglichst auf Alkohol und Nikotin. Und halte deinen Koffeinkonsum in Maßen. 
  1. Nimm deine Medikamente unter die Lupe. Nimmst du oft Schmerzmittel ein? Verhütest du hormonell oder machst aktuell eine Hormonersatztherapie? Dann bespreche in Zusammenarbeit mit deinem Arzt oder Therapeuten, ob du hier eventuell andere Maßnahmen ergreifen kannst. Wichtig: nie alleine auf eigene Faust!
  1. Mache Sport! Sport regt unseren Stoffwechsel an und steigert die Syntheseleistung unserer Leber. Falls du ein paar Kilos zu viel auf den Hüften hast, dient Sport natürlich auch dem Fettabbau. Fett speichert gerne unser Hormon Östrogen. Zu viel Östrogen – also eine Östrogendominanz – macht eine hormonelle Dysbalance und kann für einige der oben genannten Symptome sorgen. Schlussendlich entlastest du durch purzelnde Kilos auch deine Leber. 
  1. Greife zu Bio-Lebensmitteln! Leider sind unsere Lebensmittel oft keine LEBENSmittel mehr, weil sie durch Pestizide, Fungizide, Herbizide, Antibiotika und Steroide belastet sind. Achte beim Kauf auf das Kleingedruckte auf deinen Lebensmitteln! Künstliche Aromen, Konservierungsstoffe, Zuckerersatzstoffe, versteckter Zucker und schlechte Fette belasten deine Leber. Die Lösung: eine naturbelassene Ernährung! Kohlgemüse mag deine Leber übrigens sehr gerne. 
  1. Vermeide Kunststoff! Kunststoff enthält sehr oft Bisphenol A (BPA), welches zum Beispiel in Frischhaltefolie, Plastikdosen und -flaschen und zahlreichen Verpackungen enthalten ist. Bisphenol A gehört zu einer Gruppe von Stoffen, die hormonaktiv wirken. Das heißt, sie können unsere Entgiftungsorgane belasten und ein Hormonungleichgewicht fördern. Besonders kritisch ist das Erhitzen von Lebensmitteln in Plastikdosen. Hierbei können diese Stoffe viel schneller in unser Essen übergehen. Mein Tipp: nutze Glas und Edelstahl in deiner Küche. Kaufe vermehrt in Unverpacktläden ein und bevorzuge Verpackungen aus Papier. 
  1. Schau dir die Inhaltsstoffe deiner Kosmetik an. Parabene, Phthalate und synthetische Duftstoffe haben hier nichts zu suchen. Greife lieber zu ätherischen Ölen und Naturkosmetik. Um einen Überblick in dem Kosmetik-Dschungel zu bekommen, nutze beispielsweise die App „CodeCheck“ und hinterfrage kritisch die Inhaltsstoffe deiner Kosmetik. 
  1. Auch unsere Reinigungsmittel enthalten hormonwirksame Substanzen. Sortiere hier aus und lege Wert auf biologische Reinigungsmittel. Richtig tolle Haushaltshelfer sind auch: Essig, Natron, Kernseife und Zitronensäure.
  2. Mache regelmäßig Leberwickel! Durch die Kombination aus Wärme und Feuchtigkeit wird die Durchblutung deiner Leber angeregt und ihr Regenerationsprozess gefördert.
  1. Nutze die Kraft von leberstärkenden Pflanzen. Die Mariendistel, der Löwenzahn und die Artischocke sind hier die Big-Player. Sprich gerne mit deinem Arzt oder Therapeuten über den Einsatz dieser Pflanzen. Als Tee, Heilpflanzensäfte oder Fertigpräparate können sie eventuell deine Leber unterstützen. 
  2. Zu guter Letzt eines der wichtigsten Leberunterstützer: Bitterstoffe! Baue viele bittere Lebensmittel in deinen Speiseplan ein: Chicorée, Rucola, Grapefruit, Endivien, Artischocke oder mein Favorit: der Radicchio. Zusätzlich kannst du auch Bittertropfen einnehmen (beachte hierbei die Kontraindikationen).

Über die Autorin:

Mehr zu Diana findest du auf Instagram unter @heilpraktikerin_dianaklein und auf  www.naturheilpraxis-dianaklein.deIch hoffe, du kannst ein paar Tipps für dich und deine Leber mitnehmen. Sie wird es dir danken!

Alles Liebe für dich,

Diana Klein


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