Schwanger – dein Körper kann das!

Schwangerschaft

Heute freue ich mich, die liebe Elefetheria Nowak als Gastautorin zum Thema „Schwanger – dein Körper kann das“ begrüßen zu dürfen. Eleftheria ist Heilpraktikerin und Mama aus Südhessen.

Die meisten Frauen haben während ihrer Schwangerschaft ein beklemmendes Gefühl, wenn sie an die bevorstehende Geburt denken. Oft sind es konkrete Ängste, wie Ängste vor den Schmerzen oder vor einem möglichen Kontrollverlust, die sie beunruhigen. Vielleicht kommt dir das auch bekannt vor? Eine eigene Geburtserfahrung, negative Geburtsberichte von Freundinnen oder aus der Familie schüren die Ängste zusätzlich.

Umso wichtiger finde ich es, dass sich Schwangere bewusst mit dem Thema Geburt auseinandersetzen und sich idealerweise ein positives Geburtsmindset aneignen. Das hat aus meiner Sicht zwei große Vorteile. Zum einen erleben die Frauen und ihre ungeborenen Babys die Schwangerschaft ruhiger und gelassener. Ausserdem wirkt sich ein entspannter Zustand der (werdenden) Mutter während der Geburt positiv auf ihre eigene Schmerzentstehung- und Wahrnehmung aus.

Warum ist ein entspannter Zustand während der Geburt so wichtig? Und wie beeinflusst er die Schmerzentstehung?

Das menschliche Nervensystem kann nur in zwei verschiedenen Zuständen sein – im Sympathikus oder im Parasympathikus. Letzterer ist in entspannten Situationen aktiv. Das bedeutet, dass das Herz ruhig schlägt, Glückshormone ausgeschüttet werden und der Blutdruck sinkt. Das ist der Zustand, indem sich eine Gebärende idealerweise befinden sollte.

Der Gegenspieler ist der Sympathikus. Dieser Modus greift bei tatsächlichem oder subjektiv wahrgenommenem Stress und stellt ein Notfallsystem dar. Der ganze Körper geht in einen Verteidigungszustand, in dem er ausschließlich auf Kampf, Flucht oder Starre programmiert ist. Blutdruck und Puls steigern sich. Es werden Stresshormone ausgeschüttet.

Alle Organe, wie zum Beispiel Gebärmutter oder Darm, die nicht zur Verteidigung notwendig sind, werden weniger gut durchblutet. Das verschafft dem Körper den Vorteil, dass er viel Blut in den Beinen und Armen zum Kämpfen und Wegrennen zur Verfügung hat.

Die Gebärmutter, die von ihrer Struktur ein Muskel ist, läuft hinsichtlich der Durchblutung in einem Notfallmodus. Durch die Minderdurchblutung verhärtet sie und es entstehen mehr Schmerzen. Dieser Ablauf ist z.B. auch bei Rückenschmerzen bekannt. Verhärtete (=minderdurchblutete Muskeln) sind schmerzhaft.

Die einzelnen Muskelschichten der Gebärmutter sind im Parasympathikus gut durchblutet und arbeiten harmonisch miteinander. Es entstehen deutlich weniger – und bei manchen Frauen kaum Schmerzen unter der Geburt. Ein Zustand, der unter der Geburt erstrebenswert ist.

Wie kommen die Frauen schon während der Schwangerschaft in die Gelassenheit, die sich dann auch positiv auf die Geburt auswirkt?

Aus meiner Sicht kommen Frauen unter der Geburt viel leichter in den Entspannungsmodus, wenn sie während der Schwangerschaft schon in ihm sind. Ein wichtiger Teil stellt das oben erwähnte positive Mindest dar. Für ein positives Mindset sind im Vorfeld das Auflösen von negativen und das Etablieren von positiven Glaubenssätzen essentiell wichtig. Wo hast du vielleicht bewusst oder unbewusst negative Glaubenssätze, wie z.B, „Geburt tut immer weh“ oder „“Geburt ist halt kein Spaziergang“ etc.?

Für eine positive Ausrichtung ist es auch wichtig, negative Gedankenspiralen und Muster wahrzunehmen und zu durchbrechen. Hierbei spielt die eigene Achtsamkeit eine große Rolle. Ein wesentlicher Teil bezüglich Gelassenheit und Vertrauen ist das Verbinden mit der inneren weiblichen Kraft und Intuition. Frauen sind dafür gemacht, Babys auszutragen und zu gebären. Alles Wissen um die Geburt steckt in ihnen. Der Schlüssel für eine entspannte Haltung zur Geburt liegt darin, sich genau mit dieser Quelle im Vorfeld zu verbinden – immer und immer wieder.

Auf „Knopfdruck“ unter der Geburt entspannen – geht das?

Die positive Haltung zur Geburt trägt in der Regel sehr dazu bei, dass Frauen gelassener in die Geburt gehen. Meiner Meinung nach reicht das positive Mindset alleine nicht aus. Es gibt viele „Unbekannte“, die Gebärende aus ihrer Entspannung bringen können. Sei es das Klinikumfeld, besondere Umstände, eigene Körperempfindungen etc.

Daher ist es aus meiner Sicht ratsam, während der Schwangerschaft Entspannungstechniken einzuüben. Die für mich wirksamste Methode stellt die Selbsthypnose dar. Mit Hilfe der Selbsthypnose können Frauen ihr Umfeld und ihre negativen Gedanken ausblenden und sich ganz auf sich und ihre Intuition konzentrieren. Ein im Vorfeld unter Hypnose gesetzter Körperanker kann hierbei unterstützen, in den tranceähnlichen Zustand zu kommen. Die Frauen sind trotz Trancezustand ansprechbar. Dennoch übernimmt idealerweise die Geburtsbegleitung die Kommunikation mit dem Außen, sodass sich die Gebärende ausschließlich auf die Geburt konzentrieren kann.

Eine wesentliche Rolle spielt beim Thema Entspannung auch die Atmung. Wenn du magst, beobachte deine Atmung in stressigen Situationen. In der Regel neigen wir dazu, kurzfristig die Luft anzuhalten oder ganz flach zu atmen. Beide Varianten unterstützen den Sympathikusmodus – während eine tiefe Bauchatmung unweigerlich zur Entspannung führt. Meiner Meinung nach schließen sich Stress und eine tiefe Bauchatmung aus. Daher sind effektive Atemtechniken sowohl für die Schwangerschaft, als auch für die Geburt essentiell, um diese entspannt zu erleben.

In meinem Kurs, „Mein Geburtskompass“ begleite ich Paare auf der mentalen Ebene auf ihrem Weg zu einer kraftvollen Geburt – auch nach einer negativen Geburtserfahrung. Im Rahmen meines Schnupperkurses erfährst du mehr. Den Link dazu findest du auf meinem IG Profil: @eleftheria.nowak_hp_praxis


Über die Autorin:

Mehr zu Eleftheria findest du auf Instagram unter @eleftheria.nowak_hp_praxis und auf www.naturheilpraxis-dieburg.de Ich hoffe, du kannst ein paar Tipps für dich mitnehmen.

Alles Liebe für dich,

Eleftheria Nowak

Meine ersten Erfahrungen in der Stillzeit


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